Kundalini und Faszien, ein Weg zum LichtLogo PostFascialTechnik (PFT)®

Die Kundalini – der kosmische Funke in unserer Wirbelsäule

Abstract


Die Kundalini-Energie ist ein Aspekt der Lebenskraft eines jeden Menschen. Sie ist die alles vorantreibende, schöpferische Urkraft in uns. Sie ist der Motor hinter unserer Kreativität, Intuition und Vitalität. Wie ein winziger Funke eines gigantischen Feuers ruht sie am Fuß unserer Wirbelsäule und wartet darauf, unser volles Potenzial zu entfalten.


Wenn sich die Kundalini entfaltet, führt dies zu einer inneren Reinigung. Alte Muster und Blockaden lösen sich auf und es kommt zu einer körperlichen, psychischen und spirituellen Transformation. Dieser Prozess ist universell und kulturübergreifend. Je nach Kultur wird er jedoch unterschiedlich gedeutet und es gibt unterschiedliche Formen der Praxis. Meist ist dieser Prozess in die jeweilige Religion eingebunden.


Der Begriff „Kundalini” stammt aus dem Indischen. Aus spiritueller Sicht haben die indischen Yogis die Kundalini am genauesten beschrieben und ein sehr differenziertes Übungssystem um diese Kraft entwickelt. Bei der Theorie orientiere ich mich deshalb an den indischen tantrischen Yoga-Traditionen. Auch in Indien ist die Kundalini Teil der Philosophie.


Danach kann die Kundalini unterschiedlich aktiv sein: Sie kann schlafen oder erwacht sein und sich entfalten. Je nachdem, welche Energiezentren (Chakras) durch sie angeregt werden, werden verschiedene Fähigkeiten entwickelt. Die Kundalini selbst ist nach Ansicht indischer Yogis nicht geheimnisvoll, wohl jedoch ihre Erweckung und die Entwicklung spezieller Fähigkeiten.


Das Ziel der indischen Yogis ist, die Kundalini als Kraft zu stärken und in Zirkulation zu bekommen, die Kundalini zu erwecken und zu entfalten. Normalerweise treten dabei keine negativen Symptome auf. Je weniger Symptome, je weniger Begleiterscheinungen, desto besser verläuft dieser Prozess. Wenn die Kundalini jedoch auf Blockaden oder verstopfte Energiekanäle trifft, können Schwierigkeiten auftreten, die als Kundalini-Krise bezeichnet werden. Eine sich entfaltende Kundalini zeigt sich idealerweise nur durch innere Stärke.


Die Kundalini kann gezielt erweckt werden, aber auch spontan bei Menschen erwachen, die sich nie mit Yoga oder Spiritualität befasst haben. Problematisch beim spontanen Erwachen ist, dass die Betroffenen eine Kundalini-Krise nicht deuten können und mit dieser sich entfaltenden Kraft nichts anzufangen wissen.



Warum die Kundalini erwecken und entfalten?


Eine sich entfaltende Kundalini-Energie eröffnet gemäß den indischen tantrischen Yoga-Traditionen die Möglichkeit, das gesamte menschliche Potenzial auf körperlicher, geistiger und spiritueller Ebene zu entfalten. Während der Durchschnittsmensch nur einen Bruchteil seiner Fähigkeiten nutzt, bereichert die Erweckung dieser „kosmischen Urenergie“ das Leben in vielfacher Hinsicht. Beispielsweise:


  • Kreativität und Tatkraft: Das Tun im Alltag wird kraftvoller, kreativer und dynamischer gestaltet.
  • Geistige Klarheit: Der Prozess fördert inneres Wissen, wachsende Klarheit sowie ein tieferes Gefühl der Verbundenheit.
  • Emotionale Entfaltung: Mitgefühl und Liebe für sich selbst und andere werden zu wesentlichen Begleitern im Leben.
  • Physische Vitalität: Auf der Ebene des Wurzelchakras verleiht sie körperliche Stärke.
  • Lebensfreude: Auf höheren Ebenen fördert sie ein intensiveres Erleben von Sexualität und zwischenmenschlichem Zusammensein.
  • Selbstverwirklichung: Die Energie führt von authentischen spirituellen Erfahrungen bis hin zur Erkenntnis des wahren Selbst, jenseits der Identifikation mit Körper und Psyche.
  • Einheit mit dem Absoluten: Das höchste Ziel ist das Erreichen der Einheit mit dem Unendlichen bzw. dem Absoluten.
  • Höheres Bewusstsein: Es werden höhere Bewusstseinsebenen und Zustände des Überbewusstseins erfahrbar, in denen man eine klare Gewissheit über seine Berufung und seinen Platz im Leben erhält.


Für die Praxis: der Faszien-Weg


Für die Praxis nutze ich den Faszien-Weg.



Literatur


  • 1 A. Ballabene, Die Kundalini (PDF-Version zum Download, Quelle: www.paranormal.de/ebooks, 11/2025), Wien 2016.
  • 2 Liane Hofmann, Das Kundalini-Phänomen und andere vegetativ-energetische Störungen. In: Liane Hofmann (Hg.), Patrizia Heise (Hg.), Spiritualität und spirituelle Krisen, 1. Aufl., Schattauer, Stuttgart 2017, Kapitel 16. Anmerkung: Ein wissenschaftlicher Ansatz. Teils schwierig zu lesen.
  • 3 Sukadev V. Bretz, Die Kundalini-Energie erwecken, 1. Aufl., Yoga Vidya, Horn-Bad Meinberg 2011. Anmerkung: Eine gut verständliche Einführung in die Theorie des Kundalini-Yoga-Weges nach der Tradition von Swami Sivananda. Und weitere Texte von Sukadev Bretz beziehungsweise Yoga Vidya (etwas unübersichtlich).


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