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Das Tensegrity-Modell

Für die Faszienarbeit ist es wichtig zu wissen, dass Faszien und Knochen eine funktionelle Einheit bilden. Genau das beschreibt das Tensegrity-Modell. Tensegrity [tenˈseɡrəti] ist ein englisches Kofferwort aus tension (Zugspannung) und integrity (Ganzheit, Zusammenhalt).


Das Tensegrity-Modell bezeichnet stabile Strukturen, die aus Stäben und Zugelementen bestehen. Dabei berühren sich die Stäbe nicht direkt, sondern sind nur durch die Zugelemente miteinander verbunden. Stäbe und Zugelemente fallen für sich allein genommen in sich zusammen. Die Zugelemente stehen dabei für die unter Spannung stehenden Faszien und die Stäbe für die unter Druck stehenden Knochen. Dabei sind die Knochen auch von Faszien umhüllt, genauer gesagt von der Knochenhaut (Periost). Die Zugelemente stehen außerdem für Muskeln mit ihren Muskelfaszien sowie für weitere Faszien.


Bild: Tensegrity-Modell



Aus dem Tensegrity-Modell lässt sich ableiten, dass sich die Knochenstruktur verändert, wenn sich die Spannungen in den Faszien verändern. Noch wichtiger ist: Wenn ich die Faszien behandele, muss ich auch die Knochenstruktur mitbehandeln.



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